Die Spagyrik basiert auf dem Werk des Schweizer Arztes
Paracelsus (1493 - 1541 ) und wurde von dem deutschen
Arzt Dr. Zimpel ( 1801 - 1879 )
weiterentwickelt.
Sie stellt die Brücke zwischen der klassischen Homöopathie und moderner
Pflanzenheilkunde dar. Für die
Herstellung der Kräuterdestillate werden Frischpflanzen nach dem biodynamischen
Prinzip geerntet und sofort weiterverarbeitet. Diese Pflanzen werden zu speziellen
Zeiten (Mondphasen, Gestirne, Jahreszeit) geerntet. Sie werden in mühevoller
Handarbeit ausgegraben, da man die Wurzeln mitverwendet. Anschließend werden
sie innerhalb von 4 Stunden in das Labor gebracht, wo die Pflanzen gereinigt,
zerkleinert und in Bottiche, die mit frischem Quellwasser gefüllt sind, geleert
und mit Champagnerhefe zur Gärung gebracht werden.
Dieser Prozess dauert je nach Pflanze mehrere Wochen und
erfordert die ständige Aufmerksamkeit der Laboranten. Es darf sich kein
Schimmel bilden, die Fässer müssen von Zeit zu Zeit gerührt werden, es muss
darauf geachtet werden, dass in den Fässern kein Überdruck entsteht, und es
muss stets genau Buch geführt werden.
Nach wochenlanger Arbeit ist es dann soweit, dass der vergorene
Pflanzensaft abgeschöpft werden kann. Dieser wird dabei unter 40° Celsius
destilliert, nicht einmal sondern gleich mehrmals, solange bis aus dem
Pflanzensaft nur noch reiner und klarer Pflanzengeist (Alkohol) übrig ist. In der Zwischenzeit wurden die
vergorenen Pflanzenreste zum Teil getrocknet und / oder durch kochen
eingedickt.
Diese Teile werden dann vermengt und bei 400° Celsius eingeäschert. Die feine
Asche an der Oberfläche wird abgenommen und der Pflanzengeist wird in einem
speziellen Verfahren durch die Asche gefiltert. Dies führt dazu, dass sich die
Salze und Mineralstoffe in dem Alkohol auflösen. Heraus kommt das
Kräuterdestillat nach Paracelsus mit seiner für den Menschen so harmonischen
Wirkung.
Durch diesen alchimistischen Prozess, in dem alle Pflanzenbestandteile
in ihre Einzelheiten zerlegt und danach wieder zusammengefügt werden, verliert
die Pflanze alle Schadstoffe und es bleibt die reine Essenz übrig.
1 Tropfen Kräuter-Destillat
enthält die Kraft von 50 Liter herkömmlichen Tee.
Die
biologischen Gesetze der Heilung
Einen Krankheitsprozess in Nichts
auflösen kann sie nicht, das braucht ein Wunder. Sie drängt den
fortschreitenden Krankheitsprozess in die umgekehrte Richtung, d. h. sie dreht
ihn um.
Was geschieht nun eigentlich während
einer biologischen Therapie?
So geht der Prozess wieder zurück zu den
Stadien, den er bereits durchgemacht hat. Es müssen längst nicht alle Phasen
hintereinander ablaufen und es können sogar Phasen übersprungen werden.
Früher einmal durchgemachtes kann aber
wieder auftauchen oder es zeigt sich eine ähnliche Erscheinung, die einer
vorigen Phase angehört, z.B. eine kurzfristige Neuralgie, Verstopfung,
Muskelverhärtung oder rheumatische Schmerzen. Möglich ist aber auch das
überspringen dieser Phase hinein in ein akut-entzündliches Geschehen der
zweiten Phase:
Ein Hautausschlag, ein Schnupfen, eine
Bronchitis oder eine Angina können sich für kurze Zeit melden. Oder es tritt
ein Dickdarmkatarrh auf, der an die Collitis der
Jugendjahre erinnert, oder nur ein einfacher Durchfall, genauso wie im
Säuglingsalter.
Reagiert
der Körper auf eine biologisch richtige Therapie mit solchen Erscheinungen,
dann ist der Behandler auf dem richtigen Weg. Ein
geduldiges weiterbehandeln kann nun die Ausheilung bringen.
Die Heilreaktionen des Körpers können
aber auch noch anders aussehen. Manchmal hat man Mühe dieses zurückspulen des
Krankheits-Prozesses zu erkennen.
Zum einen ist dies dann der Fall, wenn
sich die bereits vorhandenen Symptome kurzzeitig oder unterschwellig
verschlimmern, aber keine Rückführung in eine andere Phase erkennbar ist. Zum
anderen kann es aber auch eine Heilung ohne feststellbare Heilreaktionen geben.
Dann würde man im vorher geschilderten
Fall das Geschwür nach und nach abheilen, ohne dass es dem Klienten auffällt.
Dies widerspricht nicht der Regel des
„Zurückspulens“. Hier ist eine zu schwache Reaktionskraft des Körpers
anzunehmen. Er hat nicht die Möglichkeit, aktiv durch die früheren Phasen
hindurchzugehen, verharrt in der gegenwärtigen Phase und baut diese nur recht langsam
ab.
Aus
diesem Grunde sind Heilungen, bei denen Reaktionen auftreten in der Regel
schneller und gründlicher als solche, bei denen keinerlei Körpereigenen
Maßnahmen erkennbar sind.
Deshalb fasst man eine solche Heilung
auch nicht als „hundertprozentig“ auf, sondern als ein Stehen bleiben in der
derzeitigen Phase.
Dabei wird es immer wieder nötig sein,
neue Behandlungen durchzuführen, da die Symptome gern nach einiger Zeit
wiederkommen oder eine andere Erscheinung derselben Phase auftritt.
Soviel ist aber auch hier gewonnen, dass
ein Fortschreiten der Krankheiten aufgehalten werden konnte, wozu eine ständige
naturheilkundliche Therapie notwendig ist.