Reiki ist eine Heilmethode, bei der durch sanftes Auflegen der
Hände Energie übertragen wird. Das japanische Wort "rei"
bedeutet die universale Energie, "ki" die
persönliche Lebensenergie. "Rei-ki"
bezeichnet also das Zusammenfließen der universalen Energie mit der
persönlichen Lebenskraft des Reiki-Therapeuten und
jener des Behandelten. Nach Aussage der Reiki-Therapeuten
übertragen sie im Reiki nicht die eigene
Lebensenergie auf den Behandelten, sondern Energie aus dem Universum.
Damit jemand als Reiki-Therapeut arbeiten kann, muss er von Reiki-Meistern
in die entsprechenden Grundlagen eingeweiht werden. In der vierstufigen
Einweihung lernen die neuen Reiki-Therapeuten die zur
Heilung notwendigen Symbole kennen. Gleichzeitig werden ihnen bei der
Einweihung die sieben "Hauptchakren"
geöffnet. Chakren sind der indischen Heilkunde
entnommene Vorstellungen von Energiefeldern, die auf der Körpervorderseite
zwischen Damm und Scheitel verteilt sind. Bei geöffneten Chakren
soll die universale Energie und die Lebensenergie frei fließen können.
Philosophie / Entstehungsgeschichte
Der Japaner Dr. Mikao Usui, ein christlicher Mönch,
lehrte gegen Ende des 19. Jahrhunderts an der Universität in Kyoto Theologie.
Er befasste sich mit den heiligen Schriften verschiedener Religionen, speziell
mit den Beschreibungen von Heilungen. Während mehreren Jahren reiste er durch
Japan und Amerika, bis er in einem buddhistischen Zen-Kloster in Kyoto (im
"Lotus-Sutra") auf heilige Symbole stiess, die er in Zusammenhang mit dem Phänomen der Heilung
brachte. Nach einem drei Wochen dauernden Fasten bemerkte er, wie eine heilende
Energie von seinen Händen ausging. Es wird erzählt, dass Mikao
Usui mit dieser Energie, die er Reiki
nannte, Heilungen vornahm. Nach einiger Zeit weihte er andere Menschen in die
Heilkunde mit Reiki ein. Nach Usuis
Tod lehrten Eingeweihte weiterhin seine Methode, und Reiki
verbreitete sich bis in die USA und nach Europa.
Technik
des Reiki
Der Patient liegt oder sitzt während der Behandlung. Der Reiki-Therapeut legt seine Hände den Energiezentren entlang auf
den Körper des Behandelten und denkt dabei an die Heilsymbole, was ihn
innerlich auf die Übertragung der Energie vorbereitet. Auf diese Weise soll die
heilende universelle Energie in den Patienten einfließen und Blockaden lösen.
Während der Behandlung kann der Betroffene sagen, was er fühlt. Oft sind es
Wärme- oder Kältegefühle, manchmal tauchen innere Bilder auf. Treten während
der Therapie neue körperliche Beschwerden auf, versucht der Therapeut, deren
psychische Ursache herauszufinden. Der Patient kann dann bisher unterdrückten
Gefühlen nachgeben und zum Beispiel lange zurückgehaltenes Weinen
"nachholen".
Damit verschwinden oft auch die Beschwerden, die während
der Therapie neu aufgetreten sind. Ebenso können die eigentlichen Symptome
vergehen, die den Patienten zur Behandlung geführt haben. Eine Reiki-Sitzung dauert meistens zwischen einer halben und zwei
Stunden. Auch Tiere und Pflanzen können mit Reiki
behandelt werden.
Wie kann Reiki eingesetzt werden:
Reiki kann bei sehr vielen Beschwerden therapiebegleitend
eingesetzt werden. Vor allem Menschen mit psychosomatischen Beschwerden nehmen Reiki in Anspruch. Reiki soll
beispielsweise helfen bei:
Nebenwirkungen / Vorsichtsmaßnahmen
Nebenwirkungen, die durch die Übertragung von Energie durch
Handauflegen auftreten könnten, sind bis heute nicht bekannt. Reiki kann auch problemlos mit einer schulmedizinischen oder
einer anderen komplementärmedizinischen Behandlung kombiniert werden. Durch die
Lösung von energetischen Blockaden können psychische Prozesse ins Rollen kommen
oder unbewusste Lebenskrisen bei der Behandlung ausbrechen. Bei ernsthaften
psychischen Problemen kann Reiki eine Behandlung beim
Psychiater, Psychotherapeuten oder Psychologen nicht ersetzen.